Unter manueller Lymphdrainage verstehen wir manuelles abdrainieren. Sie erfordert den Abtransport der Lyphflüssigkeit aus den Körpergeweben. (Ab - und Weiterführung) der Gewebsflüssigkeit über Gewebsspalten bzw. Lymphgefäße. Das Prinzip beruht im Gegensatz zur herkömmlichen Massage auf einer bestimmten Grifftechnik, rhythmisch - kreisende - pumpende Griffe durch flaches Auflegen der Finger bzw. Hände bei fein dosiertem Druck nach einer dem entsprechendem Krankheitsbild festgelegten Reihenfolge. Bei der Bauchtiefdrainage wird auch unter Einbeziehung des Atemrhythmus in die Tiefe behandelt, so wie auch bei einigen Spezialgriffen z.B. am Adduktorenspalt. Ansonsten wird überwiegend flächig gearbeitet.
Lymphdrainage ist angezeigt bei
- Mammaamputation
- Gewebsflüssigkeitsstauungen zum Beispiel nach Frakturen oder Prellungen
Die Lymphdrainage ist eine besondere Form der Streichmassage, bei der in Abwechslung zwischen Schub - und Entspannungsphasen entlang der Lymphbahnen massiert wird. Mit Hilfe der Lymphdrainage läßt sich der Lymphfluß fördern und Wasseransamlungen im Gewebe werden abgeleitet. Der Massagedruck dauert jeweils ca. 1-5 sek. und erfolgt in Richtung Lymphabfluß. Die Lymphdrainage ist bewährt bei Lymphödemen, allg. Abwehrschwächen, Kopfschmerzen, rheum. Erkrankungen, nach Brustkrebsoperationen.